Social Media ist Pflicht für KMU!

Christian Schirmers äußert sich in Wirtschaft aktuell

Herr Schirmers, ihr Typ wird verlangt! Gerade wenn es um Social Media geht, ist der Experte und Agenturchef von schirmers agentur für kommunikation gern zur Stelle.

Angeklopft hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, die für ihre soeben erschienene Printausgabe von Wirtschaft aktuell um eine Einschätzung des regionalen Status Quo gebeten hatte. Da bereits Personen außerhalb der Verbreitungsgebietes Borken Interesse an der Stellungnahme bekundet haben, stellen wir die Aussagen hier als neu abgefassten Artikel ein. Wer den Printartikel zu sehen bekommt, bitte nicht wundern: Dort wird Christian Schirmers fälschlicherweise Ralf genannt.

Besonders spannend in diesem Zusammenhang: Verfasst wurde das der Originalbeitrag noch vor der Corona-Krise. War das Thema Social Media schon zum damaligen Zeitpunkt ein wichtiger – bei KMU leider häufig vernachlässigter – Baustein im modernen Marketing-Mix, so hat sich die Bedeutung inzwischen bis ins Extrem gesteigert. Sei es für die Krisenkommunikation oder als 24/7 geöffneter Verkaufskanal mitten hinein in Wohnstuben der Zielgruppe: Facebook, Firmen-Blogs & Co. treten gerade jetzt den nachdrücklichen und unumkehrbaren Beweis ihres Nutzens für Unternehmen an. So traurig der Anlass auch ist.


Hier also der Beitrag:

Das Schweigen im Walde,
den man vor lauter Bäumen nicht sieht

Kommunikation ist alles! Das gilt im Privatleben wie auch im Business-Bereich. Zumindest, wenn man starke Beziehungen aufbauen und halten möchte. Unternehmen, ganz gleich ob klein oder groß, die sich nicht aktiv und transparent

mit ihren Kunden austauschen, Kontakte pflegen und täglich aufs Neue beweisen, dass sie auf Augenhöhe mit ihrer Zielgruppe und nicht in einem Elfenbeinturm agieren, können gerne weiterreden – aber es wird ihnen irgendwann keiner mehr zuhören. Die Folgen kennen wir alle.

KMU müssen lernen, dass Social Media weder eine Bedrohung, noch ein kurzfristiger Trend und erst recht kein Buch mit sieben Siegeln sind – aber um professionell mitzuspielen und das Momentum dieser Kanäle gewinnbringend auszuschöpfen, muss man die Regeln kennen. Artikel á la „In 30 Minuten zum perfekten Auftritt im Web!“ werden nicht helfen. Es geht schon lange nicht mehr um das OB – sondern nur noch um das WIE.

Leider besteht bei vielen KMU nicht nur riesiger Aufklärungsbedarf, sondern vorgelagerter Verständnis-Bedarf. Social Media-Marketing ist kein Fall für den Praktikanten oder den Azubi (Nach dem Motto: „Die jungen Leute haben doch eh immer das Handy in der Hand!“). Social-Media-Marketing ist auch kein Quartals-Thema, das man sich 4x pro Jahr auf Wiedervorlage legen kann und Social-Media-Marketing ist auch keine Einbahnstraße, auf der ein paar Bildchen, Zeilchen oder Filmche hochgeladen werden und dann Staub ansetzen dürfen.

Von der Auswahl der richtigen Kanäle, über die richtige Taktung der passenden Bilder und relevanten Themen bis hin zur Auswertung des wertvollen Datenmaterials, das man auf diese Weise mitgeneriert – es gibt viele Falltüren, durch die man ins digitale Nirwana fallen oder vom nächsten Shitstorm erfasst werden kann.

Social Media-Marketing bedeutet einerseits eine klare Planung (Ziele, Zielgruppen, Budget), genaue Zuständigkeiten (Wer liefert Content aus dem eigenen Unternehmen? Wer betreut die Kanäle?), aber auch Agilität und Flexibilität – denn Kunden wollen schnelle Antworten, besten Service und Qualität an allen Fronten. Sonst wandern sie ab zur Konkurrenz, wenn diese auf dem digitalen Spielfeld angetreten ist. Die Zeiten der Brieftauben, Postkutschen und „Schauen wir mal!“ ist vorbei – deshalb ist Social Media für KMU absolute Pflicht, wenn sie auch in Zukunft Kunden halten und (zurück)gewinnen wollen.

Postings, Hashtags, Verlinkungen, Treats, Leadgenerierung, Stakeholder, Customer Relastionship Management, Local Marketing, SEO… ja, all diese Begriffe können abschreckend und verwirrend wirken. Aber angesichts von gesellschaftlichen Veränderungen den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Option, wenn man am Markt bestehen will.

Mit dem gleichen Selbstverständnis, wie Unternehmer klassischen Werbeformen gegenüber stehen (Anzeigen, Plakate, Messeauftritte, Logo, Claim, Geschäftsausstattung…). sollten sie auch den Möglichkeiten des Social Media-Marketings begegnen – bzw. begegnen lassen. Um den Überblick zu behalten, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Kanälen zu verstehen, die technischen Anforderungen zu erfüllen und in einer einheitlichen (Bild-)Sprache zu sprechen, sollten echte Profis einbezogen werden. Schlecht belichtete Schnappschüsse und Urlaubsbilder haben in einer professionellen Kommunikation nichts zu suchen – selbst, wenn die Buchhaltung/der Einkauf/ der Azubi… das unheimlich lustig findet.

Geschäftsbriefe mit Kaffeeflecken, Rechnungen ohne Absender und IBAN, Kundengespräche, in denen man schweigt – für einen klar denkenden Unternehmer selbstverständlich inakzeptabel. Warum aber findet man immer wieder Unternehmensseiten auf Facebook, auf denen der letzte Beitrag aus dem Jahr 2018 stammt? Warum haben Unternehmen immer noch Webseiten ohne Responsive Design, Cookie-Banner oder SEO-optimierten Texte, dafür aber voller Fotos, die eher in den Giftschrank gehören?

Social Media ist ein Teil professioneller, zeitgemäßer Kommunikation – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ob man das will oder nicht, spielt keine Rolle. Man kann Social Media-Marketing für alle Ziele seines Unternehmens maximal gewinnbringend und stärkend einsetzen (Image-Aufbau und -pflege, Aktionswerbung, Reputation, Personalgewinnung) und so im Gespräch bleiben – oder sich diesem „neumodischen Kram“ verweigern – dann hat man in Zukunft immerhin viel Ruhe – erst recht vor seinen Kunden.

Wir von schirmers agentur für kommunikation arbeiten schnell, hart, professionell – und kreativ! Das ist der Schlüssel von sich immer mehr angleichenden Leistungssportfolios. Technik kann jeder, kundenspezifische Kreativität nicht.

Wir entwickeln Ideen (strategisch, grafisch, textlich) im Sinne unserer Kunden, nicht im Dienste unserer eigener Selbstbeweihräucherung. Elektronik-Hersteller, Möbelhändler, Unternehmer aus der Region… unsere Kunden begleiten uns teilweise schon seit vielen Jahren. Weil es ihnen und uns um Ideen, um Unverwechselbarkeit, um das Menschliche geht – bei all dem Wahnsinn, den das Marketing-Geschäft so täglich mit sich bringt. Facebook. Instagram, Google können gnadenlos sein, wenn man falsch mit ihnen umgeht. Oder echte Chancen, wenn man die sich immer wieder verändernden Spielregeln versteht und entsprechend handelt.

Vorgefertigter Content mit Textbausteinen kommt uns nicht durch die Tür bzw. auf die Kanäle, durchschnittliche Bilder machen wir in unserer Grafikabteilung zu echten Hinguckern, Produkt- und People-Shootings finden in unserem eigenen Studio statt und Kundenwünsche werden bei uns auch schon mal kritisch hinterfragt – wenn wir denken, dass wir noch größere Ziele für unsere Kunden erreichen können.

Wir hören zu – damit es um unsere Kunden nicht still wird.